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Rückkehr des Bundesheer-Kontingents aus Afghanistan

11. Dezember 2002 - 

Nach einem knappen Jahr erfolgreicher Beteiligung an der "International Security Assistance Force" (ISAF) in Afghanistan zieht Österreich wie geplant den Großteil seiner Soldaten aus dem Einsatzraum Kabul ab. Mehr als 70 Freiwillige kehrten heute Mittwoch, den 11. Dezember 2002, nach Österreich zurück. Ein Airbus der deutschen Luftwaffe brachte die Bundesheer-Soldaten nach Wien-Schwechat. Bundespräsident Thomas Klestil und Verteidigungsminister Herbert Scheibner begrüßten die Heimkehrer offiziell. Höhepunkt der Feierlichkeiten war sicherlich die Überreichung der Einsatzmedaille. In Kabul verbleiben bis auf weiteres nur mehr einige Stabsoffiziere.

Verteidigungsminister Scheibner betonte in seinen Begrüßungsworten, dass es den Soldaten gelungen sei mitzuhelfen, die Lage in Afghanistan zu stabilisieren. Die Soldaten hätten die ihnen gestellten Aufgaben hervorragend gemeistert und im internationalen Konzert gut mitgewirkt, so Scheibner.

Bundespräsident Klestil unterstrich, dass das Bundesheer abermals durch den Einsatz die Sinnhaftigkeit und Effektivität der Auslandsmissionen unter Beweis gestellt habe. Außerdem haben die österreichischen Soldaten dank Umsicht und Professionalität viel Lob geerntet.

Das österreichische Kontingent setzte sich aus einem Wach- und Sicherungszug, Stabspersonal in den übergeordneten Kommanden, CIMIC-Personal (CIMIC = Civil Military Co-operation) und einem Luftumschlagselement (Verbindungsstelle am Flughafen für Anschlussversorgung des Kontingents) zusammen. Dieser ausgewogene Beitrag fand international hohe Anerkennung.

In zehn Einsatzmonaten absolvierte das österreichische Afghanistan-Kontingent - 368 Patrouillen in Kabul und Umgebung, - 40 Wacheinsätze im Camp Warehouse, jenem Lager in dem u.a. die Österreicher untergebracht waren, - 26 Einsätze als Reserveeinsatzkraft im deutschen Bataillon, - 31 Einsätze im Rahmen von Eingreiftruppen der ISAF, - 9 Wacheinsätze am Flughafen von Kabul, - 4 Wacheinsätze am zentralen Munitionslager der ISAF.

Insgesamt bestritten die Österreicher knapp 480 militärische Einsätze.

Neben ihren militärischen Sicherungsaufgaben realisierten die Soldaten gemeinsam mit den deutschen Kameraden 23 Wiederaufbauprojekte im Wert von insgesamt mehr als 1 Million US-Dollar.

Die CIMIC-Trupps setzten Geldmittel aus nationalen Quellen, EU-Mitteln und privaten Spenden ein. Sie erstellten auch Finanzierungspläne, organisierten Ausschreibungen und kontrollierten Bauabläufe. Auf diese Weise gelang es den Soldaten, Brunnen zu schlagen, Schulen, Kindergärten, Polizeiwachzimmer eine Ambulanz zu errichten oder wieder in Stand zu setzen. Zusätzlich unterstützen die Experten beim Zeltaufbau, bei der Flüchtlingsbetreuung oder beim Verteilen von lebensnotwendigen Hilfsgütern. Ein Auszug aus den CIMIC-Projekten:

Schulprojekt Sawari Sangari inkl. Brunnenbau mit einem Volumen von rund 75.000 US-Dollar, Schulprojekt Tahey Maskan inkl. Brunnenbau mit einem Volumen von rund 109.000 US-Dollar, Kindergartenprojekte Stara, Shirin Gol, Wasir Abad, Ariana, Malalai mit einem Gesamtvolumen von mehr als 130.000 US-Dollar.

Bundesheer-Ärzte und -Sanitäter betreuten mehr als 900 Personen, davon mehr als 80 auf der Intensivstation. Unter den Patienten befanden sich auch knapp 130 Afghanen, in überwiegender Anzahl Kinder.

Bundespräsident Klestil bedankt sich beim Kontingentskommandanten. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Bundespräsident Klestil bedankt sich beim Kontingentskommandanten.

Verteidigungsminister Scheibner verleiht die Einsatzmedaillen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Verteidigungsminister Scheibner verleiht die Einsatzmedaillen.

Der Kommandant der Auslandseinsätze begrüßt die Heimkehrer. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Kommandant der Auslandseinsätze begrüßt die Heimkehrer.

Die Rückreise beginnt mit dem Verladen der Fahrzeuge. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Rückreise beginnt mit dem Verladen der Fahrzeuge.

Eröffnung eines Kindergartens - ein CIMIC-Projekt. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Eröffnung eines Kindergartens - ein CIMIC-Projekt.

Das Sanitätsteams half rund 900 Personen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Das Sanitätsteams half rund 900 Personen.

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