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Herausforderung: Als Kompaniekommandant im Libanon

26. Juni 2019 - 

Mein Name ist Johannes S. Seit 31. Mai bin ich hier im Libanon Kommandant einer Transportkompanie, die aus rund 160 Soldaten besteht.

Täglich um 5.00 Uhr morgens

Wie jeden Tag starte ich um 5.00 Uhr in der Früh mit meinem Lauftraining. Dabei nutze ich die Zeit, mir Gedanken über den anstehenden Tag zu machen. Was bringt der Tag, welche Aufträge kommen auf mich zu, welche Probleme sind zu lösen und welche wichtigen Besprechungen sind wahrzunehmen?

Um 06.30 Uhr folgt dann das Frühstück mit meinen Kameraden. Lange Zeit habe ich nicht dafür, denn die tägliche Führungskräfte-Besprechung steht an. Gleich im Anschluss folgen die Standeskontrolle und die Befehlsausgabe. Perfekt zeitlich abgestimmt hat mein "Spieß", also der Dienstführende Unteroffizier, antreten lassen. Kurze Befehlsausgabe an meine Soldaten und dann geht's ab in meine Kanzlei, die neuen E-Mails durchschauen.

Neue Aufträge

Laufend ersucht mich einer meiner Zugs- oder Gruppenkommandanten um Hilfe. Die Zeit vergeht rasend schnell und ich muss weiter ins Hauptquartier zur nächsten Besprechung. Dort bekomme ich für die nächsten Tage und Wochen neue Aufträge, die ich mit meinem Team abzuarbeiten habe. Kurzer Small-Talk mit meinen Kollegen unterschiedlicher Nationen, Zeit für einen Kaffee bleibt leider nicht. Denn schon geht es wieder zur Kompanie, um noch einige wichtige Unterlagen vom Schreibtisch zu bekommen. Um 12.00 Uhr mache ich Pause und nehme mir Zeit für das Mittagessen.

Es ist inzwischen 13.00 Uhr und der Nachmittag beginnt genauso wie der Vormittag vergangen ist. Aber das ist das Los eines Kommandanten der für 160 Frauen und Männer verantwortlich ist, und genau diese Herausforderung habe ich gesucht und in dieser Position gefunden. Die Zeit vergeht wie im Flug. 

Und dann: Alarmsirenen

Plötzlich werde ich aus meiner Arbeit gerissen: Draußen heulen die Alarmsirenen, was ist los? Es bleibt keine Zeit für großartige Gedanken! Instinktiv greife ich zu meiner Schutzweste, Helm und zu meinen Waffen und begebe mich, so wie es in diesen Fällen vorgesehen ist, in den mir als Kommandanten zugewiesenen Bunker.

Ein Teil meines Führungspersonal ist bereits dort eingetroffen und schon eifrig dabei, den Kompaniegefechtsstand in Betrieb zu nehmen. Das Telefon klingelt und die ersten Verbindungsaufnahmen werden getätigt. Jetzt ist es absolut wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren, die Informationen zu ordnen und weitere Befehle zu geben.

Weiterarbeiten

In der Zwischenzeit ist der Bunker mit all meinen Leuten vollständig besetzt und es wird eng. Die Luft wird von Minute zu Minute stickiger und die hohen Temperaturen von fast 40 Grad machen das Arbeiten nicht unbedingt leichter. Aber genau für diese Fälle wurde ich ausgebildet: Um trotz Stress und der widrigen Umstände ruhig zu bleiben und meinen Kameraden ein Vorbild zu sein.

Alle sitzen und warten was passiert, sind gespannt auf weitere Befehle und Informationen. Da läutet erneut das Telefon: Entwarnung! Gott sei Dank, es war bloß ein unangekündigter Übungsalarm.

Major S., 3.v.l., bei der morgentlichen Besprechung. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Major S., 3.v.l., bei der morgentlichen Besprechung.

Ab zum nächsten Termin im Hauptquartier. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Ab zum nächsten Termin im Hauptquartier.

Begrüßung der internationalen Kollegen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Begrüßung der internationalen Kollegen.

Noch schnell ein Meeting zwischen Tür und Angel. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Noch schnell ein Meeting zwischen Tür und Angel.

Alarm: Schnell in den Bunker! (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Alarm: Schnell in den Bunker!

Informationsaustauch im engen Innenraum des Bunkers. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Informationsaustauch im engen Innenraum des Bunkers.

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