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Wie der Vater, so der Sohn

03. April 2020 - 

Offiziersfamilie in zweiter Generation: Schon der Vater war beim Bundesheer einer der namhaftesten Offiziere im Burgenland und war ebenso zweimal Kommandant der 3. Kompanie des österreichischen UNDOF-Kontingents auf den Golanhöhen. Dies war auch die Motivation für den Sohn, denselben Weg einzuschlagen und die Ausbildung zum Offizier in Angriff zu nehmen.

Nach erfolgreichem Abschluss reizte es den jungen Offizier, das Erlernte in Auslandseinsätzen anzuwenden und weitere Erfahrungen zu sammeln. Was jedoch zu diesem Zeitpunkt keiner ahnen konnte war, dass es ihn derart faszinieren würde, andere Länder und Kulturen kennenzulernen. Im ersten Einsatz, damals in Bosnien-Herzegowina, wurde eine Leidenschaft entfacht, die bis heute nicht zu bremsen ist.

Weitblick, Erfahrung und der richtige Job

Jede Menge Erfahrung bringt der 47-jährige Major Dieter B. jetzt in den Libanon: Nach Einsätzen in Afghanistan, Tschad, Kosovo, Libanon und Bosnien, führte es den Burgenländer wieder in den Libanon. Hier hat er eine der wichtigsten Aufgaben übernommen - in der Liaison-Abteilung. Diese Abteilung besteht aus einem 26 Personen starken Team unter dem Kommando eines französischen Oberst und ist direkt dem Kommandanten aller UNIFIL-Soldaten unterstellt.

Die "Blue Line"

Die "Blue Line" geht zurück auf die Demarkationslinie zwischen dem ehemaligen britischen und französischen Mandat im Nahen Osten. Da zwischen Israel und dem Libanon nach wie vor kein Friedensvertrag ausgehandelt wurde, ist diese Linie keine Grenze, sondern nur eine von den Vereinten Nationen mit beiden Parteien definierte und markierte Rückzugslinie. Von Seiten Israels ist sie durch einen starken Zaun, über 25 Kilometer sogar mit einer bis zu sieben Meter hohen Mauer befestigt.

Arbeitsaufteilung und Aufgaben

Hauptaufgabe für die Verbindungsoffiziere im Libanon ist es, die 120 Kilometer lange "Blue Line" permanent zu überwachen und mögliche Fehlverhalten aller beteiligten Parteien zu unterbinden und zu melden. Vor Ort greifen die Teams bei erkannten Verstößen sofort ein, um mögliche Eskalationen zu vermeiden. Dabei sind tägliche Erkundungsfahrten mit dem Auto und zu Fuß nötig.

Diese sind großteils sehr materialermüdend und körperlich sehr anstrengend. Es spielt für die Teams keine Rolle, ob es 45 Grad im Schatten hat, oder ob es regnet. Denn die täglichen Aufträge sind abzuarbeiten. Jedes Team besteht aus zwei Offizieren und einem Sprachkundigen. Um die 120 Kilometer optimal abzudecken, wurden in Summe sechs Zonen definiert, zwei davon auf der israelischen Seite. In jeder dieser Zonen wird in weiterer Folge ein Team eingesetzt. In diesem definierten Bereich sind die Soldaten dann für eine Woche im Einsatz. Um zu gewährleisten, dass sich kein Alltagstrott einschleicht, wechseln die Teams jede Woche die Zonen.

Die Kontrollfahrten gehen über Stock und Stein. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Kontrollfahrten gehen über Stock und Stein.

Auch Flüsse müssen überwunden werden. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Auch Flüsse müssen überwunden werden.

Zu Fuss geht es weiter. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Zu Fuss geht es weiter.

Gefahren, wie hier durch Minen, sind allgegenwärtig. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Gefahren, wie hier durch Minen, sind allgegenwärtig.

Beim Überwachen der "Blue Line". (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Beim Überwachen der "Blue Line".

Die zu überwachende Linie zwischen Israel und dem Libanon. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die zu überwachende Linie zwischen Israel und dem Libanon.

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