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Aufschub-Präsenzdienst: Was sagen Soldaten, deren Grundwehrdienst verlängert wurde?

Bregenz, 25. April 2020  - Soldaten, die im Oktober 2019 eingerückt waren, durften aufgrund der Coronakrise nach sechs Monaten noch nicht abrüsten. Ihr Grundwehrdienst wurde von der Regierung verlängert. Das war notwendig, um über längere Zeit ausreichend Soldaten für die Unterstützungsaufgaben des Bundesheeres verfügbar zu haben.

Die Aufschub-Präsenzdiener sind derzeit in allen Bereichen sicherheitspolizeilicher Assistenzeinsätze und Unterstützungsleistungen eingesetzt. Dort werden sie auch weiter bis zur Ablöse tätig bleiben. Für den Einsatz erhalten die Soldaten eine Anerkennungsprämie von 380 Euro. Abrüsten werden sie am 30. Mai. Wer möchte, erhält zusätzlich einen Monat bezahlten Urlaub (Dienstfreistellung) und rüstet erst am 30. Juni ab.

Wir haben zwei Aufschub-Präsenzdiener in Vorarlberg zu ihrem Einsatz befragt

Rekrut Filip J. und Rekrut Mehmet A. rückten im Oktober vergangenen Jahres beim Fernmeldezug der Stabskompanie des Pionierbataillon 2 in Salzburg ein.

Sie absolvierten dort ihre Grundausbildung und spezialisierten sich auf den Kabelbau. Für den Einsatz zur Unterstützung der Polizei und der Gesundheitsbehörden wurden sie zum Jägerbataillon 23 in Vorarlberg versetzt und dort ausgebildet. Beide wohnen in Vorarlberg und versehen ihren Dienst nun an der Grenze zu Deutschland.

Wie sehen Sie Ihre Verlängerung des Präsenzdienstes?

Filip J.: "Ist halt so passiert und ich kann damit leben."

Mehmet A.: "Ich finde es positiv, den Menschen helfen zu können. Für mich ergeben sich keine Nachteile."

Was ist Ihre aktuelle Aufgabe?

Filip J.: Ich habe Schichtdienst an der Grenze, bin bei der Streife dabei oder bewache ein Schutzobjekt.“

Mehmet A: "Ich bin im Zugtrupp*. Ich habe Wachdienst im Schichtrad und bin auch für die Essensversorgung des Zuges mitzuständig. Dazu  habe ich bestimmte Reinigungsdienste."

* Der Zugtrupp ist eine kleine Führungs- und Versorgungseinheit für ca. 30 Soldaten. 

Wie empfanden Sie Ihre Ausbildung für diesen Einsatz?

Mehmet A.: "Die Ausbildung war fordernd und interessant gestaltet. Ich habe das umfangreiche Szenarientraining* noch besonders in Erinnerung."

Filip J.: "Hat alles gepasst. Personen und Fahrzeugkontrolle, wie gelernt, ist nun mein tägliches Geschäft."

* Im "interaktiven Szenarientraining" werden die Soldaten mit realistischen Einsatzsituationen konfrontiert. Ihr Verhalten wird mit Videokameras aufgezeichnet und anschließend mit Trainern der Polizei und des Bundesheeres nachbesprochen. Ziel dieser Ausbildung ist es, die Soldaten in der rechtskonformen Anwendung ihrer Exekutivbefugnisse zu schulen.

Wie sind Sie hier im Einsatz untergebracht?

Beide müssen lachen.

Mehmet A.: "In einem Hotel, eben. Ausgezeichnet! Ich habe sogar ein Einzelzimmer, und das Essen, das wir aus der Kaserne aus Bregenz geliefert bekommen, ist super."

Um die Anfahrtswege zur Grenze kurzzuhalten und um die notwendigen hygienischen Abstände zu haben, wurde der Zug in einem Hotel einquartiert. 

Was machen Sie, wenn Ihr Einsatz zu Ende ist?

Mehmet A.: "Ich mache im Herbst zuerst meine Schule, die HTL in Dornbirn, fertig."

Filip J.: "Ich weiß noch nicht. Ich habe noch keinen Arbeitsplatz, wenn ich abrüste."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Vorarlberg

Polizei und Bundesheer versehen gemeinsam Dienst an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

Polizei und Bundesheer versehen gemeinsam Dienst an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

Filip J. an einem Grenzübergang von Deutschland nach Österreich. Er ist für die Kontrolle der Gesundheitsauflagen bei der Einreise zuständig.

Filip J. an einem Grenzübergang von Deutschland nach Österreich. Er ist für die Kontrolle der Gesundheitsauflagen bei der Einreise zuständig.

Filip J. prüft die Papiere bei der Einreise.

Filip J. prüft die Papiere bei der Einreise.

Mehmet A. freut sich über sein Einzelzimmer im Hotel.

Mehmet A. freut sich über sein Einzelzimmer im Hotel.

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