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Verteidigungsminister Scheibner traf UN-Generalsekretär in New York

New York, 29. März 2000  - Als Vertreter Österreichs nahm Verteidigungsminister Herbert Scheibner am Montag, dem 27. März 2000, in New York an einem Ministertreffen teil. Dabei wurde die weitere Entwicklung der UN-Einsatztruppe SHIRBRIG (Stand-by Forces High Readiness Brigade) erörtert. Bundesminister Herbert Scheibner traf auch mit dem UN-Generalsekretär Kofi Annan zu einem Gespräch zusammen.

Der UN-Generalsekretär skizzierte seine Vorstellungen von friedenserhaltenden Missionen im 21. Jahrhundert. Kofi Annan unterstrich die Wichtigkeit der militärischen Komponente bei friedenserhaltenden Einsätzen der Vereinten Nationen. Die schmerzhaften Erfahrungen der 90er Jahre hätten gezeigt, dass eine glaubwürdige Abschreckungskapazität ausschlaggebend für den Erfolg einer friedenserhaltenden Mission sei, sagte Annan. Verteidigungsminister Scheibner plädierte in diesem Zusammenhang vor allem für eine größere Flexibilität von SHIRBRIG und bekräftigte das Engagement Österreichs und des Bundesheeres für diese UN-Truppe.

Die Notwendigkeit für eine eigene UN-Eingreiftruppe wurde Ende der 80er Jahre deutlich. Erste konkrete Schritte zur Umsetzung erfolgten ab 1993. Der SHIRBRIG liegt die Idee einer multinationalen UN-Truppe zugrunde, die aufeinander abgestimmte Elemente enthält, innerhalb von 15 bis 30 Tagen einsatzbereit ist und etwa 60 Tage autark für friedenserhaltende und humanitäre Einsatze verwendet werden kann. Österreich ist Gründungsmitglied des Projekts SHIRBRIG. Eine gemeinsame Willenserklärung wurde 1996 zusammen mit Kanada, Dänemark, Holland, Norwegen, Polen und Schweden unterzeichnet. Derzeit sind 11 UN-Nationen voll am Aufbauprozess von SHIRBRIG beteiligt. Die UN-Eingreiftruppe soll im Kern aus mehreren Infanteriebataillonen, einem Pionierbataillon, aus einer Feldambulanz und einem Hubschrauberelement bestehen.

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