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Beginn der Übung "Cooperative Determination 2000"

Wien, 06. November 2000  - Der erste Tag der Computer unterstützten Cooperative Determination 2000 Stabsrahmenübung hat begonnen. Das fiktive Szenario, welches zur Bildung der ebenfalls fiktiven Multinationalen Brigade (MNB) geführt hat, basiert auf einem sich zuspitzenden Konflikt um Landbesitz zwischen zwei Nachbarstaaten.

Eine Teilaufgabe des MNB-Hauptquartiers besteht darin, eine friedenserhaltende Mission durchzuführen. Diese beinhaltet die Bitte um medizinische Hilfe, den Aufbau von Beziehungen mit den örtlichen zivilen Behörden und die Analyse der logistischen, politischen und technischen Situation.

Die Aufgaben der MNB bestehen im weiteren darin, die internationalen und regierungsunabhängigen Organisationen, welche in der Region wirken, zu beschützten, Spannungen innerhalb der errichteten entmilitarisierten Zone aufzulösen und die operativen Rahmenbedingungen des Einsatzes zu skizzieren.

Im weiteren Verlauf der Übung wird sich auch das Szenario weiter entwickeln, in welchem die Teilnehmer wirken und lernen. Mit Hilfe einer Computersimulation wird der Stab des MNB-Hauptquartiers täglich mit neuen, realistischen Herausforderungen konfrontiert, denen sich die Teilnehmer aus den verschiedenen Staaten als zusammengeschweißtes und effektives Team stellen müssen.

Im Szenario streiten sich die zwei Nachbarnationen Südland und Norlandia um die autonome Region Grafenfels. Grafenfels wurde 1878 vertraglich Südland zugesprochen. 1995 entdeckten jedoch norländische Ingenieure große Ölreserven in Ölfeldern, welche vorwiegend in Südland liegen. Unter Zuhilfenahme ihrer Armee begannen die Norlandier in Südland mit Probebohrungen, was im Bohrgebiet Unruhen auslöste. Als die südländische Armee im Januar das norländische Bohrteam angriff, nahmen die Spannungen zu. Daraufhin griffen die Norlandier die Südländer an, um die Kontrolle über Grafenfels zu übernehmen.

Als sich die Lage auf Grund des Konfliktes verschlechterte, verwüstete zusätzlich ein durch die Bohrungen verursachtes Erdbeben die Region. Hunderte von Menschen wurden getötet und die regionale Infrastruktur wurde zerstört. Daraufhin baten beide Länder die UNO um Hilfe.

Im September verabschiedete die UNO eine Resolution, welche eine Friedenstruppe vorsieht, um die Kriegsparteien zu trennen. Dazu soll eine entmilitarisierte Zone eingerichtet werden, die MNB soll Recht und Ordnung aufrecht erhalten und die Kriegsparteien sollen demobilisiert werden. Dafür wurde die MNB am ersten November nach Grafenfels entsandt.

Jeden Tag treffen alle Übungsteilnehmer im Auditorium zusammen um den Übungstag zu besprechen. Alle durch die Übungsleitung eingespielten "Zwischenfälle" werden interpretiert (sofern sie besprechungswürdig sind). Ziel dieser Beprechung ist es, die standardisierten Maßnahmen genau zu analysieren. Es sollen die falschen Weisungen und Abläufe erkannt und eliminiert werden. Kritik und Fehlerzuweisungen gibt es hierbei jedoch nicht. Nur konstruktive Aussagen sind erwünscht. Manchmal erkennen die Übungsteilnehmer erst jetzt die gesamte Größe und Auswirkungen ihrer Maßnahmen zu einem "Zwischenfall"

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