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Bundesheer-Hilfe für schwerverletzte palästinensische Kinder

Wien, 22. Dezember 2000  - Heftige Kampfhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern fordern Opfer auf beiden Seiten. Auf der Strecke bleiben vor allem die Schwächsten. Viele Kinder sind betroffen. Für fünf palästinensische Kinder hat das Bangen nun ein Ende. Sie werden im Wiener Heeresspital und im Militärspital Innsbruck medizinisch behandelt.

Erschütternde Bilder von Straßenkämpfen in den besetzten Gebieten. Es gibt Verletzte und Tote. Besonders betroffen sind Kinder, die zwischen die Fronten geraten. Die medizinische Versorgung in den Palästinenser-Gebieten ist unzulänglich. Viele sterben, weil sie keine medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können. Nach pessimistischen Schätzungen sollen bereits mehr als 10.000 Männer, Frauen und Kinder im Zuge der immer wieder aufflammenden Kampfhandlungen verletzt worden sein.

Eine humanitäre Aktion, die vom Bundeskanzleramt, dem Bundesministerium für Landesverteidigung, der Wiener Ärztekammer, dem Österreichisch-Ägyptischen Kulturverein und der Islamischen Glaubensgemeinschaft initiiert wurde, gibt nun fünf palästinensischen Kindern neue Hoffnung. Das Verteidigungsministerium übernimmt gemeinsam mit der Wiener Ärztekammer die Organisation der Hilfsaktion und die medizinische Versorgung. Seit 20. Dezember befinden sich die Kinder in Obhut von Heeresmedizinern. Der 15-jährige Ibrahim, die kleine Amna und ihr Freund Fahed, 9 und 10 Jahre alt, werden im Heeresspital in Wien-Stammersdorf behandelt, Fadi und Mohammad, 13 und 15 Jahre alt, werden im Militärspital in Innsbruck medizinisch versorgt. Alle fünf Kinder haben Schuß- oder Splitterverletzungen erlitten. Derzeit finden Untersuchungen statt, die erst genauere Diagnosen zulassen bzw. die weitere Behandlung bestimmen.

Verteidigungsminister Herbert Scheibner hat spontan die Hilfe des Bundesheeres zugesagt. "Meine Anteilnahme gilt allen Kindern, die Opfer von Kampfhandlungen geworden sind, betonte Scheibner, der selbst zweifacher Familienvater ist. Der Verteidigungsminister hat am 21. Dezember drei der Kinder im Stammersdorfer Heeresspital besucht. Und er hat auch etwas mitgebracht, das die Kindern zumindest für einen kurzen Moment vergessen ließ. Riesige, flauschige Teddybären und einen Rucksack voller Süßigkeiten. Ein "Weihnachtsfest" für die Kinder, die ihr Freudenfest ob ihres islamischen Glaubens wohl erst etwas später feiern werden. Ein bißchen christliche Weihnacht werden sie dennoch erfahren. Vor ihren Krankenzimmern glänzt ein buntgeschmückter Christbaum. Seine Pracht wird die Kinder aus Palästina in den nächsten Wochen bis zur Genesung begleiten.

Freude schenken: Ein Teddybär von Herbert Scheibner ...

Freude schenken: Ein Teddybär von Herbert Scheibner ...

... für die kleine Amna.

... für die kleine Amna.

Auch Fahed bekommtr seinen Teddybären.

Auch Fahed bekommtr seinen Teddybären.

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