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Generaltruppeninspektor besucht UN-Truppen auf Zypern

Zypern, 25. Oktober 2000  - Der Generaltruppeninspektor, General Horst Pleiner, hat zwischen 21. und 24. Oktober 2000 die österreichischen Soldaten besucht, die auf Zypern in der UNO-Mission "United Nations Forces in Cyprus" (UNFICYP) ihren Dienst als "peace-keeper" leisten. Dieser Einsatz wird bis Mitte nächsten Jahres weitergeführt. Bekanntlich steht der Ausstieg der Österreicher aus dieser UN-Mission bereits fest. Zweck des Besuchs war es, vor Ort ein Bild über die Aufgaben, Leistungen und Probleme unserer Soldaten zu erhalten und rechtzeitig Informationen zur Entscheidungsfindung für die konkrete Umsetzung des bevorstehenden Rückzugs der Österreicher zu gewinnen. Neben Gesprächen mit zivilen und militärischen Repräsentanten von UNFICYP im Hauptquartier in Nicosia stand daher der direkte Kontakt mit den eingesetzten Kommandanten und Soldaten im Vordergrund des dichten Programms.

Die friedenserhaltende Mission der UNO auf der Mittelmeerinsel begann 1964, ein Jahr nach dem Ausbruch von offener Gewalt zwischen der griechisch-zypriotischen und der türkisch-zypriotischen Bevölkerung. Der Auftrag von UNFICYP war und ist, die Wiederaufnahme von Kampfhandlungen durch das Aufrechterhalten einer friedlichen Atmosphäre zu verhindern, innerhalb der eine gerechte und dauerhafte Lösung des Zypernproblems gefunden werden kann. Österreich war unter den ersten Truppenstellern und entsandte ein Sanitätselement des Bundesheeres und Polizei- und Gendarmeriekräfte zur Aufstellung der UN-Zivilpolizei (UNCIVPOL). Seit 1972 stellt unser Land ein Infanteriebataillon mit etwa 275 Mann, das sich auch während der türkischen Invasion im Sommer 1974 bewährte. Damals änderte sich der praktische Auftrag an die UN-Soldaten grundlegend: Vor der Invasion lebten die beiden Bevölkerungsgruppen auf der gesamten Insel verstreut und meist in gemischten Ortschaften. Daher war die gesamte Insel zu überwachen. Mit der Invasion und der anschließenden Fluchtbewegung von rund 180.000 Griechisch-Zyprioten in den Süden und von rund 45.000 Türkisch-Zyprioten in den Norden entstand die noch heute aufrechte Teilung der Insel. Das ursprünglich rein österreichische Bataillon wurde durch den Einstieg der Ungarn (1995) und der Slowenen (1997) gemischt.

Geführt und versorgt vom Kommando des Österreichisch-Ungarisch-Slowenischen UN-Bataillons (UNAHSB) und von der Stabskompanie in Famagusta überwachen zwei Kompanien die Pufferzone zwischen der griechisch-zypriotischen und türkisch-zypriotischen Waffenstillstandslinie sowie Varosha - das ehemalige Hotelviertel von Famagusta, das seit 1974 von den Türkischen Streitkräften besetzt und abgeriegelt ist und seit damals als "Geisterstadt im Sperrgebiet" verfällt. Während die 1. Kompanie rein ungarisch ist, wird die 2. Kompanie aus Österreichern gebildet, die mit einem slowenischen Zug verstärkt sind. Heute besteht das Bataillon aus 336 Mann (214 Österreicher, 83 Ungarn, 27 Slowenen). 42 Soldaten der drei Nationen dienen zusätzlichen in verschiedenen Stabsfunktionen im Kommando der Mission sowie in der multi-nationalen mobilen Reserve der Einsatzkräfte. Der Bataillonskommandant ist ein Österreicher (derzeit Oberstleutnant Josef Kienberger); sein Stellvertreter ist ein ungarischer Offizier.

Generaltruppeninspektor.

Generaltruppeninspektor.

Österreichisch-ungarisch-slowenisches UN-Bataillon.

Österreichisch-ungarisch-slowenisches UN-Bataillon.

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