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Feierliche Ausmusterung von Unteroffizierslehrgängen

Enns, 07. Juli 2000  - An der Heeresunteroffiziersakademie in Enns werden heute, am 7. Juli 2000, der 10. Unteroffizierslehrgang und der 1. Stabsunteroffizierslehrgang feierlich ausgemustert. Im Unteroffizierslehrgang erfolgt die grundsätzliche Ausbildung zum Gruppenkommandanten. Die Weiterbildung für höhere Unteroffiziersfunktionen, etwa die eines Zugskommandanten, wird beim neu strukturierten Stabsunteroffizierslehrgang durchgeführt. Der Festakt findet in Anwesenheit von Verteidigungsminister Herbert Scheibner statt.

Der Unteroffizierslehrgang, die Grundausbildung zum Unteroffizier, dauert insgesamt ein Jahr und befähigt die Absolventen zur Durchführung von Aufgaben auf der Ebene eines Gruppenkommandanten. Neben einer speziellen Ausbildung für eine Waffengattung (Infanterie, Artillerie, Fernmeldewesen, etc.) werden die Kursteilnehmer an der Heeresunteroffiziersakademie besonders auf ihre zukünftigen Aufgaben als Ausbilder und Vorgesetzter vorbereitet. Ein Schwergewicht der Ausbildung liegt dabei in den Bereichen Ausbildungsmethodik und Menschenführung. Von 160 Kurshörer(innen) und 2 Gasthörern aus Slowenien und Kroatien haben 122 weibliche und männliche Soldaten den Unteroffizierslehrgang bestanden.

Der Stabsunteroffizierslehrgang, den 107 Soldaten positiv abgeschlossen haben, wurde erstmals als zweisemestriger, weiterführender Ausbildungsgang abgehalten. Er ist für jene Unteroffiziere vorgesehen, die bereits eine mehrjährige Truppenpraxis aufweisen. Dieser Lehrgang wurde neu strukturiert und in qualitativer Hinsicht deutlich verbessert. Die Lehrinhalte vermitteln die Grundlagen zur Durchführung von Aufgaben im unteren Management. Jeder Absolvent des Stabsunteroffizierslehrganges soll die Befähigung erlangen, 40 bis 60 Soldaten, gegliedert in vier bis sechs Gruppen, aus- und fortzubilden sowie einzusetzen. Ein Schwergewicht des neuen Curriculums ist die Fremdsprachenausbildung. Neben einer mehrere hundert Unterrichtsstunden umfassenden Ausbildung in Englisch werden die Frequentanten in verschiedenen Fachgegenständen in dieser Fremdsprache unterrichtet. Ziel dieser Maßnahme ist, daß die Unteroffiziere ihrer Verantwortung bei internationalen friedenserhaltenden und humanitären Einsätzen sowie im PfP-Bereich in jeglicher Hinsicht entsprechen können. Die nun auch in der Weiterbildung der Unteroffiziere neu strukturierte Ausbildung hält so auch Schritt mit der qualitativen Verbesserung, die in der Offiziersausbildung eingetreten ist. Bekanntlich erfolgt diese nunmehr in Form eines Fachhochschulstudienganges an der Theresianischen Militärakademie in Wr. Neustadt.

Der Lehrgangserste des 10. Unteroffizierslehrganges ist ein 22-jähriger Wachtmeister aus Wien. Der Maturant ist Angehöriger des Ausbildungszentrums Jagdkampf in Wr. Neustadt. Er erhielt Auszeichnungen in Rechtskunde, Ausbildungsmethodik und Führungsverhalten, Körperausbildung sowie in Heereskunde und Gefechtsmittellehre.

Seit 1995 werden die einzelnen Ausbildungslehrgänge an der Heeresunteroffiziersakademie nach Persönlichkeiten der österreichischen Militärgeschichte benannt. Die Teilnehmer des 10. Unteroffizierslehrganges haben den Namen "Standschützenoberjäger Johann Forcher" gewählt. Der in Trient geborene Bergführer Johann Forcher erwarb während des I. Weltkrieges zahlreiche Tapferkeitsauszeichnungen im Gebirgskampf.

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