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Infoveranstaltung über Migration, Integration und Minderheiten(politik)

Wien, 06. Februar 2008  - Zum ersten Mal wurde in Österreich eine Informationsveranstaltung zum Themenkomplex Migration, Integration und Minderheiten(politik) im Bundesheer durchgeführt. Auf Einladung des Wiener Militärkommandanten, Brigadier Franz Reiszner, setzten sich mehr als 100 Heeres-Mitarbeiter aus Wien und Niederösterreich im Festsaal der Maria-Theresien-Kaserne mit diesen Themen auseinander.

Brigadier Reiszner begrüßte alle Anwesenden und wies darauf hin, welches Potential die Integration von Grundwehrdienern mit Migrationshintergrund für das Bundesheer in sich birgt. Durch Sprachkenntnisse und Kulturverständnis könnten gerade diese Soldaten in Zukunft einen wichtigen Teil des Kaders stellen. Als Experte konnte unter anderem Dr. Herbert Landolin Müller als Referent gewonnen werden. Er ist Abteilungsleiter Islamismus im Landesamt für Verfassungsschutz von Baden-Württemburg.

Hochinteressante Vorträge

Am Vormittag referierten Militärkurat Harald Tripp über Religionsfreiheit, Militärkurat Susanne Baus über Religionen als Konfliktpotential und Landolin Müller über Daten und Fakten im Zusammenhang mit Islamismus. Nach einem Mittagsbuffet folgten die Zuhörer den Ausführungen von Mouddar Khouja von der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Nach dem Vortrag von Wolfgang Kment über islamische Militärseelsorge in Österreich sprach die Vorsitzende des Wiener Integrationsausschusses, Gemeinderätin Nurten Yilmaz, über gegenwärtige und zukünftige Integrationsprojekte in der Bundshauptstadt.

Angeregte Podiumsdiskussion

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion fand ein lebhafter Austausch zwischen Publikum und Referenten statt. Jeder konnte seinen Horizont erweitern, und Vorurteile wurden zum überwiegenden Teil abgebaut.

Integration im Österreichischen Bundesheeres

Gerade für das Österreichische Bundesheer wird die Integration von Soldaten mit Migrationshintergrund in Zukunft eine große Herausforderung darstellen. Der frühere Militärkommandant von Wien, Generalmajor Karl Semlitsch, hat dies früh erkannt und bereits im Februar 2004 einen Gebetsraum für Moslems in der Maria-Theresien-Kaserne eingerichtet.

Mit der Ausrichtung des heutigen Events konnte das Militärkommando Wien die Teilnehmer zum Nachdenken über Religion und Religionsfreiheit sowie über die Integration von Immigranten bewegen und zu einer Interaktion mit Islam und Islamismus beigetragen.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Wien

Brigadier Franz Reiszner mit Gemeinderätin Nurten Yilmaz.

Brigadier Franz Reiszner mit Gemeinderätin Nurten Yilmaz.

V.l.: Landulin Müller, Susanne Baus, Harald Tripp, Mouddar Khouja und Wolfgang Kment.

V.l.: Landulin Müller, Susanne Baus, Harald Tripp, Mouddar Khouja und Wolfgang Kment.

Muslimische Soldaten beim Beten im Gebetsraum der Maria-Theresien-Kaserne.

Muslimische Soldaten beim Beten im Gebetsraum der Maria-Theresien-Kaserne.

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