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ESVP-Ausbildungsprogramm für den Westbalkan

Tirana, 10. März 2008  - Generalmajor Johann Pucher, der Leiter der Direktion für Sicherheitspolitik im Bundesheer, besuchte zum Abschluss des ersten Ausbildungsmoduls zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) die Kursteilnehmer in Tirana persönlich. Nach einem erfolgreichen ersten Ausbildungszyklus startete das Programm, das sich an die Länder des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses wendet, heuer bereits zum zweiten Mal.

Generalmajor Pucher leitet im Bundesheer die Direktion für Sicherheitspolitik und war am Aufbau des ESVP-Programmes maßgeblich beteiligt. Jetzt nutzte er die Gelegenheit, um sich von der Qualität der gebotenen Ausbildung vor Ort zu überzeugen. Denn geleitet wurde die Ausbildung vom Büro für Sicherheitspolitik gemeinsam mit der Abteilung für Militärpolitik der Generalstabsdirektion und mit dem albanischen Verteidigungsministerium.

Gemeinsame Verantwortung für den Balkan

Judy Batt vom Institute for Security Studies betonte in ihrem Vortrag zum Abschluss des ersten Ausbildungsteiles, dass der Balkan unbestritten ein Teil Europas sei und dass dafür alle eine gemeinsame Verantwortung tragen. Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik biete einen breiten umfassenden Ansatz, der zusammen mit einer starken Dialogbereitschaft ermögliche, gemeinsam eine Antwort auf die globalen Herausforderungen zu finden.

Programm braucht Vergleich mit anderen Programmen nicht scheuen

"Diese Programm braucht den Vergleich mit anderen europäischen Ausbildungsprogrammen nicht zu scheuen", bestätigte Veronika Cody vom "Civil Crisis Management" der EU in ihrem Vortrag über die die Rolle der Institutionen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Die Qualität sei hervorragend, und es finde eine inhaltlich hochkarätige Auseinandersetzung auf Augenhöhe mit den sehr engagierten Teilnehmern statt.

Förderung des Dialoges

Die Teilnehmer des Programmes kommen aus den am Stabilisierungs- und Assoziierungspakt (SAP) beteiligten Ländern. Sie zeigten sich besonders zufrieden über die Diskussionen mit den Vortragenden und innerhalb der Arbeitsgruppen. Die größte Bedeutung in diesem ersten von drei Modulen kam der Förderung des Dialoges unter den Teilnehmern aus allen Balkanstaaten, der Teamfähigkeit und der Kommunikationsbereitschaft zu. Auch in der aktuellen, schwierigen Phase der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo haben alle Teilnehmer professionell und zukunftsorientiert mitgewirkt. Das ausgezeichnete Klima wurde durch die hervorragende Vorbereitung und Gastfreundschaft der albanischen Gastgeber gefördert.

Nachwuchskräfte werden auf Zusammenarbeit mit der EU vorbereitet

Österreich hat dieses Trainingsprogramm im Jahr 2006 in Zusammenarbeit mit den EU-Ländern Deutschland, Slowenien und Ungarn entwickelt. Es ist Teil einer umfassenden Initiative des Österreichischen Bundesheeres und begleitet den Reformprozess in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien und in Albanien.

Ziel der Kurse ist es, Diplomaten, Militärs und Sicherheitskräfte mit der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik vertraut zu machen. In den drei Modulen im Jahr 2008 (die nächsten Module finden in Montenegro und Brüssel statt) wird den Teilnehmern aus verschiedenen Arbeitsbereichen Wissen über die Entwicklung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik und Einblick in ihr Funktionieren vermittelt. Das Programm soll helfen, sie auf ihre zukünftigen Aufgaben und auf die Zusammenarbeit mit der EU vorzubereiten. Österreich wird diese ambitionierte Initiative – heuer unter ungarischem Vorsitz – auch weiterhin substanziell unterstützen.

Die Teilnehmer des Kurses kommen aus den Balkanstaaten und Albanien. Während der Ausbildung werden sie mit der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik vertraut gemacht.

Die Teilnehmer des Kurses kommen aus den Balkanstaaten und Albanien. Während der Ausbildung werden sie mit der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik vertraut gemacht.

Generalmajor Johann Pucher überzeugte sich von der Qualität des Kurses.

Generalmajor Johann Pucher überzeugte sich von der Qualität des Kurses.

Pucher (l.) mit Judy Batt vom Institute for Security Studies: "Gemeinsam eine Antwort auf die globalen Herausforderungen finden".

Pucher (l.) mit Judy Batt vom Institute for Security Studies: "Gemeinsam eine Antwort auf die globalen Herausforderungen finden".

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