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Pro Defensione: Militärkommando Wien verleiht Ehrenpreise

Wien, 11. März 2008  - Der Ehrenpreis "Pro Defensione" wird jedes Jahr an Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Kultur verliehen, die sich in Wien besonders für die militärische Landesverteidigung eingesetzt haben. 1986 wurde von Josef Lehner eine Plastik geschaffen, die die Philosophie des Ehrenpreises vermitteln soll: Ein defensives Grundkonzept der österreichischen Landesverteidigung zum Schutz der Bevölkerung. Jeder Ehrenpreisträger erhält seither eine im Gussverfahren hergestellte Miniaturausgabe.

Brigadier Franz Reißner, der Militärkommandant von Wien, freute sich, zur diesjährigen Preisverleihung unter anderem Verteidigungsminister Norbert Darabos und Bürgermeister Michael Häupl im Festsaal der Bezirksvorstehung des 21. Wiener Gemeindebezirkes begrüßen zu dürfen.

"Pro Defensione" geht an Gerhard Vogl

Heuer erging der "Pro Defensione" an Professor Gerhard Vogl, der seit Jahrzehnten für einen bewussten Umgang mit der Zeitgeschichte auf allen Ebenen des Bundesheeres eintritt. Seine Forderung: Die Denk- und Handlungsmuster im Bundesheer noch deutlicher auf Basis demokratischer Urteilskraft und ethischem Reflektionsvermögen zu beeinflussen und auszurichten - unter anderem in Bezug auf die Zeitgeschichte und die Traditionspflege.

Die weiteren Preisträger

Generalleutnant Tomás Sedlácek wurde 1918 in Wien geboren und flüchtete bei der Besetzung der Tschechoslowakei durch das nationalsozialistische Deutschland nach Frankreich und England. Ab 1943 kämpfte er als tschechischer Offizier gegen das Hitler-Regime. Nach dem Krieg wurde er vom kommunistischen Regime zu lebenslanger Haft verurteilt, 1960 freigelassen und erst im Zuge der "samtenen Revolution" 1989 rehabilitiert. Sedlácek hat Zeit seines Lebens gegen Totalitarismus und Unfreiheit gekämpft und ist ein Vorbild für Soldaten und alle Staatsbürger - vor allem im Sinne der Verteidigung von Werten des demokratischen Rechtsstaates und der Europäischen Union. Auch er ist "Pro Defensione".

Willibald Authried von der Österreichischen Staatsgruckerei steht für eine höchst erfolgreiche und medienwirksame Zusammenarbeit mit dem Militärkommando Wien: Gemeinsam wurde die Aktion "Kinder malen eine Briefmarke" ins Leben gerufen. Hunderte Kinder fertigten Zeichnungen zum Thema Nationalfeiertag an, von denen ein Markenbogen gedruckt werden konnte. Der Generaldirektor der Staatsgruckerei, Reinhard Gausterer, freute sich, die "Sonderbriefmarke Pro Defensione" überreichen zu können.

Pro Defensione Junior

Den heurigen "Pro Defensione Junior" hat sich Hauptmann Gerald Jaindl verdient. Er ist der "Mann fürs Spezielle". Neben seinen vielseitigen Aufgaben als Kommandant der Stabskompanie der Garde hat er sich als Multi-Organisator und flexibel einsetzbarer Koordinationsoffizier ausgezeichnet. Herausforderungen wie die Organisation des "50 Jahre Garde"-Jubiläums oder des neuen Herbstfestes der Garde waren nur ein Teil seiner Aufgaben. Jaindl ist ein vorbildlicher Offizier, für den der Leitspruch der Garde "Ehre und Pflicht" ein echtes Anliegen ist.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Wien

V.l.: Norbert Darabos, Wilibald Authried, Hauptmann Gerald Jaindl, Gerhard Vogl, Generalleutnant Tomás Sedlácek, Brigadier Franz Reißner, Bürgermeister Michael Häupl.

V.l.: Norbert Darabos, Wilibald Authried, Hauptmann Gerald Jaindl, Gerhard Vogl, Generalleutnant Tomás Sedlácek, Brigadier Franz Reißner, Bürgermeister Michael Häupl.

Minister Norbert Darabos freut sich über die eigens von der Staatsdruckerei angefertigte "Pro Defensione"-Briefmarke.

Minister Norbert Darabos freut sich über die eigens von der Staatsdruckerei angefertigte "Pro Defensione"-Briefmarke.

Die "Pro Defensione"-Plastik zeigt nach unten gerichtete Kartuschen.

Die "Pro Defensione"-Plastik zeigt nach unten gerichtete Kartuschen.

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