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Wie wird man eigentlich Eurofighter-Pilot?

Zeltweg, 24. Juni 2008  - Mit dem Eurofighter verfügt das Österreichische Bundesheer über eines der modernsten Waffensysteme der Gegenwart. Für die kommenden Jahrzehnte werden die neuen Abfangjäger das Rückgrat der Luftraumüberwachung bilden. Doch während das Flugzeug durch die Medien bekannt ist, weiß man wenig über die Piloten, die dafür sorgen, dass der Jet seine Aufgaben in der Luft erfüllt.

Wie wird man Eurofighter-Pilot?

Wie wird man Eurofighter-Pilot? Mit einer einfachen Bewerbung ist es nicht getan. Erst nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren und einer anspruchsvollen Ausbildung auf verschiedensten Flugzeugen sind die Kandidaten bereit, in das Cockpit der Königsklasse zu steigen.

Nach umfangreichen medizinischen und psychologischen Tests werden die Pilotenanwärter zur sogenannten fliegerischen Selektion zusammengezogen. Im Laufe dieses 13-wöchigen Kurses müssen sie ihr fliegerisches Talent auf Propellermaschinen beweisen. Nur die Besten dürfen danach zur weiteren Ausbildung.

Grundausbildung in Zeltweg

In Zeltweg erhalten die zukünftigen Piloten ihre fliegerische Grundausbildung. Nach rund 140 Flugstunden auf den Pilatus PC-7 Turbopropeller-Maschinen des Heeres verfügen die Piloten über Grundkenntnisse im Sicht- und Instrumentenflug und sind in der Lage, auch im Verband zu fliegen. In theoretischen und praktischen Prüfungen müssen sie ihr Können immer wieder unter Beweis stellen.

Am Fliegerhorst Vogler in Hörsching steigen die Piloten dann in die rasante Welt der Jet-Fliegerei ein. Erfahrene Fluglehrer führen sie mit dem Düsentrainer Saab-105 an ihre Einsatzaufgaben heran. Haben die Piloten die Abfangschulung (das Ansteuern und Identifizieren von Luftfahrzeugen) erfolgreich absolviert, gelten sie als "limited combat ready" - also "eingeschränkt einsatzbereit". Ihren taktischen Feinschliff erhalten sie danach unter anderem im schwedischen Simulationszentrum in Kista/Stockholm.

Eurofighter-Schulung

Neue Piloten müssen sich noch einer weiteren taktischen Schulung in Kanada unterziehen. Dort werden ihre Kenntnisse in einem sechsmonatigen Kurs weiter vertieft. Anschließend beginnt das Training mit dem Eurofighter im deutschen Laage. Um den Eurofighter mit seinem voll digitalen Cockpit und den umfassend vernetzten Systemen und Sensoren in all seinen Facetten bedienen zu können, ist es aber notwendig, die Ausbildung danach auch in Österreich weiterzuführen.

Zurzeit steht das Österreichische Bundesheer am Beginn der "Ära Eurofighter". Die kommenden Jahre werden zeigen, wie leistungsfähig dieses Flugzeug ist. Eines lässt sich aber schon jetzt feststellen: Wer es bis ins Cockpit des Eurofighters geschafft hat, wird nach vielen Jahren fordernder Ausbildung mit einem der aufregendsten Jobs der Welt belohnt.

Bis zum ersten Flug mit dem Eurofighter legen die Piloten des Bundesheeres einen weiten Weg zurück.

Bis zum ersten Flug mit dem Eurofighter legen die Piloten des Bundesheeres einen weiten Weg zurück.

Monatelang werden sie theoretisch und praktisch geschult. Im Bild: Ein Blick in den Simulator.

Monatelang werden sie theoretisch und praktisch geschult. Im Bild: Ein Blick in den Simulator.

Ein Pilot besteigt das Cockpit der Königsklasse in der Militärluftfahrt.

Ein Pilot besteigt das Cockpit der Königsklasse in der Militärluftfahrt.

Die ersten österreichischen Eurofighter-Piloten sind bereits im Einsatz.

Die ersten österreichischen Eurofighter-Piloten sind bereits im Einsatz.

Die lange und schwierige Ausbildung zahlt sich aus: Den Eurofighter zu fliegen ist einer der aufregendsten Jobs der Welt.

Die lange und schwierige Ausbildung zahlt sich aus: Den Eurofighter zu fliegen ist einer der aufregendsten Jobs der Welt.

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