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"Viribus Unitis 2008": Virtuelle Katastrophenschutzübung in NÖ

Neulengbach, 17. September 2008  - Großalarm im Bezirk Krems: Verkehrsunfälle mit dutzenden Verletzten, Großbrände, ein verunglückter Schulbus, Austritt von gefährlichen Substanzen in einem Chemiewerk, ein abgestürztes Sportflugzeug und ein gestrandetes Boot sorgten in Krems und den umliegenden Gemeinden am 17. und 18. September für Chaos. Zudem nutzten Kriminelle die Gunst der Stunde für Überfälle auf verschiedene Bankinstitute, mehreren Insassen der Strafanstalt Stein gelang die Flucht. "High Noon" für die Kremser Behörden und Einsatzorganisationen - aber nur am Bildschirm!

Computersimulation macht's möglich

Unter dem Titel "Viribus Unitis 2008" (mit vereinten Kräften) mussten rund 120 Führungskräfte des Bundesheeres und der NÖ-Einsatzorganisationen am Führungssimulator des Heeres in Neulengbach verschiedenste Katastrophenszenarien bewältigen. Bereits im Vorfeld der Übung wurde das computergestützte Simulationssystem dafür mit sämtlichen Daten, die für ein Katastrophenszenario erforderlich sind, gefüttert.

Gefechtssimulator wird Katastrophensimulator

Experten des Bundesheeres funktionierten in umfangreichen Anpassungsarbeiten die Software des militärischen Gefechtssimulator zu einem Katastrophensimulator um. Von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik wurden Wetterbedingungen für die Übungssimulation vorgegeben und die Ausbreitung einer Schadstoffwolke infolge eines Gefahrengutunfalls berechnet. Ein Teil der Einsatzorganisationen wurde übers Internet in die Übungssimulation eingebunden. Die Führungskräfte hatten somit ideale Möglichkeiten, ihr Können für den Ernstfall zu perfektionieren.

Die verschiedenen Einsatzorganisationen nutzten die Übung aber nicht nur um koordiniertes, organisationsübergreifendes Vorgehen bei Großschadensereignissen zu trainieren, sondern auch um ihre eigenen Führungs- und Kommandostrukturen zu testen: Sie nehmen ihre Alarmierungsabläufe und Einsatz- und Notfallpläne genauestens unter die Lupe und durchleuchteten sie auf etwaige Schwachstellen.

Simulationssoftware als Planungsgrundlage

Simulierten Übungsszenarien wird in Zukunft nicht nur in Österreich eine wichtige Rolle eingeräumt. Deshalb überzeugten sich auch zahlreiche Interessierte aus dem In- und Ausland in Neulengbach von den Möglichkeiten, die die Simulationssoftware des Bundesheeres im Rahmen des Krisen- und Katastrophenmanagements bietet.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Niederösterreich

In der Bewältigung von Katastrophen ist Teamwork gefragt.

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Bilder von der Übung 2007: Häftlinge sind aus Krems/Stein ausgebrochen, die Alarmfahndung läuft.

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Heikle Mission im Vorjahr: Ein Schiff ist auf Grund gelaufen, die Donau ist blockiert.

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