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Verteidigungsministertreffen: Kooperation bei militärischer Ausbildung verstärken

Deauville, 02. Oktober 2008  - Am zweiten Tag des informellen EU-Verteidigungsministertreffens in Deauville (Frankreich) standen als Schwerpunkte die Internationalisierung der militärischen Ausbildung sowie die Vorbereitung und Durchführung von Evakuierungsmaßnahmen von EU-Bürgern aus Krisengebieten auf dem Programm. In beiden Bereichen wird sich Österreich beteiligen.

Orientierung an best-practice-Modellen

Die EU bereitet eine Verstärkung ihres Austauschprogramms für Studierende auf militärischen Hochschulen vor. Österreich entsendet bereits jetzt Fähnriche der Theresianischen Militärakademie in 13 Länder. „Wir werden uns aber in jedem Fall an darüber hinaus führenden, gemeinsamen Programmen beteiligen“, so Darabos, der Anleihen beim europäischen ERASMUS-Programm für Studierende auf zivilen Universitäten, nehmen möchte. „Durch die Internationalisierung der Ausbildung können sich die werdenden Offiziere an best-practice-Modellen orientieren. Daher befürworte ich die Verstärkung der Ausbildungs-Kooperationen“, so Darabos.

Die Diskussion zur Förderung von gemeinsamen Maßnahmen zur Evakuierung von EU-Bürgern aus Krisen- und Katastrophengebieten soll beim formellen Verteidigungsministertreffen im November fortgeführt werden. Auch hier signalisiert Darabos das Interesse Österreichs.

Umstrukturierung des EUFOR-Einsatz in Bosnien

Am gestrigen Tag diskutierten die Verteidigungsminister der EU noch den gemeinsamen EUFOR-Einsatz in Bosnien. Obwohl die französische Präsidentschaft auf ein rasches Ende der Mission gedrängt hat, sprach sich eine Mehrheit der Minister lediglich für eine schrittweise Reduzierung der militärischen Kräfte aus. Eine Entscheidung wird frühestens beim formellen Ministerrat im November in Brüssel fallen, eine Mehrheit für ein sofortiges Ende der Operation zeichnet sich jedoch nicht ab. Wahrscheinlicher ist die mittelfristige Umstrukturierung der Mission. Im Vordergrund soll dann die Beratung der bosnischen Streit- und Sicherheitskräfte stehen.

Gruppenfoto der Verteidigungsminister mit Studenten.

Gruppenfoto der Verteidigungsminister mit Studenten.

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