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Österreichische Hubschrauber – Staatsmeisterschaft

Wien, 24. Juni 2003  - In der Woche vom 05. – 09.August 03 wird am Militärflugplatz LANGENLEBARN die „1. Österreichische Hubschrauber-Staatsmeisterschaft“ ausgetragen. Veranstalter dieser Staatsmeisterschaft sind im Auftrag des Österreichischen Aeroclubs die „Heeresflugsportgruppe Habicht“ und im Auftrag der Österreichischen Luftstreitkräfte das Fliegerregiment 1 in Langenlebarn.

Die enge Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Institutionen ist beispielhaft und hat sich besonders bei der Durchführung der Hubschrauber-Weltmeisterschaft 2002 in Aigen im Ennstal bewährt. Zu dieser Staatsmeisterschaft sind auch Teilnehmer aus der Schweiz, Russland, Kroatien und Deutschland eingeladen. Aus Österreich werden 5 Besatzungen der Luftstreitkräfte und ca. 7 zivile Besatzungen erwartet. Die Staatsmeisterschaft dient als Vorbereitung für die Hubschrauber-Weltmeisterschaft 2005, die in Großbritannien stattfinden wird. Das österreichische Nationalteam hat sich das große Ziel gesetzt, bei der nächsten WM wieder in der Nationenwertung die Goldmedaille zu erringen und in der Einzelwertung die Russen vom ersten und zweiten Platz zu verdrängen. In 4 Bewerben werden von den Hubschrauberbesatzungen – eine Crew besteht aus dem Piloten und seinem Co-Piloten bzw. Navigator – Spitzenleistungen in Navigation, Geschicklichkeit und Präzision unter starkem Zeitdruck geboten. Ihren Ursprung haben die Bewerbe in der Rettungsfliegerei, wo nur die rasche und fehlerlose Teamarbeit der Hubschrauberbesatzung Menschenleben retten kann. Österreichs Vorreiterrolle, vor allem in der Gebirgs- und Rettungsfliegerei, kann hier im friedlichen Wettstreit mit internationalen Teilnehmern demonstriert werden und so zur weiteren positiven Imagebildung dieser Flugsparte beitragen.

Die Bewerbe:

1.Navigationsflug mit Rettungsaufgaben:

In einer exakt auf die Zehntelsekunde vorgegebener Zeit muss eine Strecke von ca. 80 km abgeflogen werden. Auf der Route sind neben der genauen Einhaltung der Flugstrecke am Boden ausgelegte Rettungszeichen zu erkennen und bei einer Station sind 2 „Medikamentenpakete“ (dargestellt durch 2 genormte Sandsäcke) zielgenau abzuwerfen. Nach Passieren der Ziellinie ist innerhalb von 20 Sekunden aus 7 m Höhe ein „Medikamentenpaket“ (dargestellt durch einen Holzkegel an einem 7 Meterseil) in eine Dachluke in der Größe von nur 40 x 40 Zentimeter- ohne Berührung des Daches – abgelegt werden. Erst 5 Minuten vor dem Start erhält jede teilnehmende Crew die Routenbeschreibung, hier wird vor allem der Zeitdruck, der bei jedem Realeinsatz vorhanden ist, simuliert.

2.Präzisionsflug:

Dieser Bewerb setzt sich aus 2 Elementen zusammen – einem Präzisionsschwebeflug und einer Präzisionslandung. Im ersten Teil ist in einer gleich bleibenden Höhe ein vorgegebenes Rechteck abzufliegen und an 2 Ecken des Rechteckes eine 360° - Drehung um die Vertikalachse durchzuführen. Der Rechtecks-Korridor von 1 Meter Breite darf während der gesamten Flugstrecke nicht verlassen werden!

Im 2. Teil muss eine auf den Zentimeter genaue Ziellandung auf einer markierten Linie durchgeführt werden. Dieser Bewerb ist vor allem ein Training für das Schweben mit nachfolgender Landung auf besonders ausgesetzten Notlandeplätzen bzw. Landeplätzen bei Krankenhäusern.

3.„Fender Rigging“ - Absetzen einer Außenlast:

Innerhalb von nur 30 Sekunden sind 3 Lasten hintereinander von einem gleich bleibenden Punkt aufzunehmen und jeweils in eine Tonne abzulegen. Hier kommt es vor allem auf die Teamarbeit an: Präzise Flugmanöver und exakte Anweisungen durch den Co-Piloten sowie genaues Absetzen entscheiden über die Einhaltung der vorgegebenen Flugzeit.

4.Slalom:

Auch dieser Bewerb ist dem Aufgabenspektrum der Rettungsfliegerei entnommen: Bei Bergungen mit Seilwinde müssen Rettungsflieger sehr oft Hindernisse wie Leitungen, Antennenmasten oder Bäume umfliegen und einen Helfer punktgenau absetzen. Dies wird durch einen Slalomparcour mit 12 Toren simuliert. Ein gefüllter Wassereimer ist an einem 5 Meter langen Seil in einer genau festgelegten Reihenfolge und einer Zeitvorgabe von 210 Sekunden (bis zum Absetzten des Eimers) durch diese Tore zu führen, ohne dabei Wasser zu verschütten. Am Ende des Parcours ist – bei gleichzeitiger Höhenänderung auf 11 Meter Seillänge – der Eimer auf einen Tisch mit 1 Meter Durchmesser abzusetzen.

Fender Rigging.

Fender Rigging.

Slalom.

Slalom.

Absetzen eines Eimers am Ende des Parcours.

Absetzen eines Eimers am Ende des Parcours.

Ablegen des Medikamenten-Paketes.

Ablegen des Medikamenten-Paketes.

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