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Laufen und Denken: Der Orientierungslauf beim Bundesheer

Lichtenberg, 26. August 2020  - Mit Spezialkarten und Kompass ausgerüstet suchten bei den diesjährigen Bereichsmeisterschaften im Orientierungslauf Soldaten aus Salzburg und Oberösterreich die schnellsten Wege durch den Wald.

Läufe im anspruchsvollen Gelände

Die Bahnleger platzierten für die Allgemeine Klasse zwölf Kontrollposten auf einer Länge von 7.200 Metern und 300 Höhenmetern rund um den Lichtenberg. Für die Seniorenklasse gab es 10 Posten auf einer Länge von 4.900 Metern und 250 Höhenmetern.

Am zweiten Wettkampftag ging es für die allgemeinen Starter auf einer Distanz von etwa 6.400 Metern und 220 Höhenmetern mit 14 Kontrollposten rund um den Klausteich. Die Senioren mussten 10 Kontrollposten auf 5.200 Metern mit 195 Höhenmetern bewältigen.

Die Bereichsmeister

Am besten kam Wachtmeister Marco E. vom Jägerbataillon 8 mit dem schwierigen Terrain zurecht. Er holte sich den Meistertitel in der Allgemeinen Klasse für Salzburg. Den Meistertitel für Oberösterreich sicherte sich Wachtmeister Jörg W. vom Panzerstabsbataillon 4.

Vizeleutnant Markus A. sicherte sich den Titel in der Seniorenklasse. Und bei den Damen holte sich den Titel "Bereichsmeister 2020" Wachtmeister Christina J. von der Militärpolizei aus Salzburg.

Was ist Orientierungslaufen?  

Beim Orientierungslauf sind mit Karte und Kompass mehrere Punkte im Wald anzulaufen, die mit orange-weißen Postenschirmen markiert sind. Die Herausforderung liegt darin, den Weg zu diesen Punkten finden. Die Standorte dieser Punkte, Posten genannt, sind in einer speziellen Orientierungslaufkarte eingezeichnet. In der Regel sind die Posten zu einer Bahn verbunden und müssen in der vorgegebenen Reihenfolge angelaufen werden. Ziel beim Orientierungslauf ist es, die komplette Bahn in der schnellsten Zeit zu bewältigen.

O und L

Beim Orientierungslauf, auch kurz OL genannt, gibt es zwei Komponenten:

Das O steht für Orientierung. Dazu gehört nicht nur der ständige Kontakt zur Karte, um zu wissen, wo man sich gerade befindet, sondern auch das Planen der Route zum nächsten Punkt. Eine gute Bahnlegung bietet mehrere Routen zur Auswahl an: Eine ist zum Beispiel länger, aber mit mehr Sicherheit beim Orientieren, weil öfter entlang von Wegen und anderen Leitlinien gelaufen wird. Eine andere ist vielleicht kürzer und direkter, aber riskanter, weil es nur mit Hilfe des Kompasses quer durch das Gelände geht. O steht also für den kognitiven Teil dieses Sports.

Das L steht für Laufen, für die physische Anforderung, für Kondition und Geschicklichkeit. Das Laufen in unebenem Gelände, bergauf, bergab, immer wieder mit Blick auf die Karte (Erfahrene schaffen das im Laufen ohne Geschwindigkeitsreduktion) ist etwas anderes als Laufen auf einer Laufbahn oder Straße.

Beide Komponenten beeinflussen sich gegenseitig: Läuft ein Orientierungsläufer für seine konditionellen Möglichkeiten zu schnell, werden sich bei der Orientierung Fehler einschleichen: Die Wahrnehmung verengt sich, die Interpretation von Karte und Gelände wird nicht mehr so gut funktionieren. Schließlich ist er abseits der schnellsten Route, vielleicht weiß er eine Zeit lang gar nicht mehr, wo er sich genau befindet. Ein schneller Läufer ist nicht unbedingt schneller als ein guter Orientierungstechniker, der konditionell schwächer ist. Nur ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den physischen und orientierungstechnischen Fähigkeiten führt im Orientierungslauf zu einer guten Platzierung.

Das Schöne am Orientierungslauf ist aber, dass jede und jeder Erfolg hat. Es ist schon ein Erfolgserlebnis, den ersten Posten zu finden und dann den nächsten und nächsten. Ein Orientierungslauf setzt sich aus vielen kleinen Erfolgserlebnissen zusammen. Kein Orientierungslauf gleicht einem anderen, da die Bahnen immer neu sind. Jeder Lauf ist eine neue Herausforderung für Körper und Geist.

Gute Organisation

Das Organisationsteam der 4. Panzergrenadierbrigade unter der Leitung von Major Johannes O. hatte ganze Arbeit geleistet. Für die Streckenführungen, Unterbringung sowie die Betreuung gab es seitens der Wettkämpfer viel Lob.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Pünktlich um 9:30 Uhr wurde am 25. August gestartet.

Pünktlich um 9:30 Uhr wurde am 25. August gestartet.

Jeder Meter zählt.

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Kurze Beratung - wie geht es weiter?

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Kontrollposten gefunden.

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Wachtmeister Christina J. von der Militärpolizei aus Salzburg holte sich den Meistertitel.

Wachtmeister Christina J. von der Militärpolizei aus Salzburg holte sich den Meistertitel.

Die Bereichsmeister 2020 aus Salzburg und Oberösterreich.

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